Egbert Marday: Transforming Memory into Form
- 4. Juli
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Aktualisiert: vor 4 Tagen
Egbert Marday ist einer der bedeutendsten bildenden Künstler der Seychellen – ein Maler und Bildhauer, dessen Werk Material, Geschichte und Identität auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. 1953 in Victoria auf Mahé geboren, prägt sein Weg von Naturwissenschaften und Pädagogik hin zur bildenden Kunst – verfeinert durch ein Studium in Kanada – ein Schaffen, das auf Struktur, Transformation und Bedeutung basiert.
Im Laufe seiner vier Jahrzehnte umfassenden Karriere hat Marday die Kulturlandschaft der Seychellen mitgeprägt. Von der Lehre und der Leitung der Kunstförderung auf nationaler Ebene bis hin zu seiner Arbeit mit dem Nationalmuseum für Naturgeschichte reicht sein Einfluss weit über das Atelier hinaus. Seit 1999 arbeitet er als Vollzeitkünstler in seinem Atelier in La Misère.
Zu seinen Lieblingsausstellungen zählte die Ausstellung mit dem Titel „Paintings and Sculptures“, die 2003 anlässlich seines 50. Geburtstags in der Alliance Française stattfand und von der Kunstszene der Inseln sehr positiv aufgenommen wurde. Einer seiner wichtigsten Einflüsse sind die Moutya-Trommeln, die seiner Meinung nach die ganz eigene Form von Blues oder Jazz der Seychellen darstellen und nun stolz zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Marday arbeitet mit Holz, Metall und wiederverwerteten Materialien und schafft kühne Assemblagen und Reliefs, die die Last der Erinnerung und des Ortes in sich tragen. Seine Werke wurden international ausgestellt – von Kanada über Europa bis nach Indien –, darunter bedeutende Einzelausstellungen wie „ZMORFOZ“ (2009), „Relief“ (2011) und „Kokosye 7“ (2019) sowie die Teilnahme an bedeutenden Veranstaltungen wie der Lalit-Kala-Triennale in Neu-Delhi.
Im Jahr 2026 erreichte Marday einen weiteren wichtigen Meilenstein, als er ausgewählt wurde, die Seychellen auf der 61. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig zu vertreten. Als einziger Künstler, der die Seychellen auf einer der weltweit renommiertesten Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst vertritt, stellt seine Teilnahme eine historische Errungenschaft sowohl für den Künstler selbst als auch für das kulturelle Erbe des Landes dar und festigt damit seinen internationalen Ruf.
Zu seinen Auszeichnungen zählen der Seychelles Arts Award für sein Lebenswerk (2019) und der Grand Prix du Président an der Seychelles Biennale. Seine öffentlichen Aufträge – die von Nationaldenkmälern bis hin zu markanten Skulpturen reichen – sind fest in der visuellen Identität der Seychellen verankert.
Im Mittelpunkt seiner Ausstellung, die die Schrecken der Sklaverei thematisiert, steht „the Pompe Story“, die einen historischen Akt des Widerstands in eine kraftvolle Bildsprache verwandelt. Durch raue Texturen und vielschichtige Formen haucht Marday der Vergangenheit neues Leben ein – und schafft so Werke, die unmittelbar, eindringlich und nachhaltig wirken.
Verwurzelt auf den Seychellen, strahlt sein Werk weit über die Inseln hinaus und prägt Erinnerung, Bedeutung und kulturelle Identität.
Zur Webseite: https://www.egbertmarday.com/





